Masern

Masern gehören zu den sogenannten Kinderkrankheiten. Sie sind hochansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Nach einem ersten Fieberschub mit Bindehautentzündung und katarrhalischen Symptomen folgt eine zweite hochfieberhafte Phase mit charakteristischem  Hautausschlag. Komplikationen wie eine Lungen- oder Mittelohrentzündung können jetzt auftreten. Eine Ansteckung besteht etwa 5 Tage vor bis 5 Tage nach dem Ausschlag. Für einen sicheren Schutz vor der Erkrankung sind  zwei Impfungen im Abstand von mindestens 4 Wochen ab einem Alter von 11 Monaten im STIKO-Impfplan vorgesehen. Auch nach einem Kontakt mit Masern kann die Impfung bei entsprechender Indikation noch durchgeführt werden. Bitte überprüfen Sie aus gegebenem Anlass Ihren Impfschutz und den Ihres Kindes.

Vortrag

Am 28. Januar fand in meinen Praxisräumen ein interessanter Vortrag  über den Umgang mit Kinderbildern statt. Maltherapeutin Nicole Rüffle zeigte anhand von Bildern und vielen Beispielen aus eigener Praxis, wie spannend das Beobachten und Begleiten der kindlichen Kreativität sein kann. Wie wichtig Zurückhaltung von uns Erwachsenen bei der Vorgabe von Themen ist, da die Kinder meist sehr genau wissen, was und wie sie malen wollen. Dass die richtigen Materialen, und diese auch zugänglich zu haben, elementar sind, um Lust auf das Malen zu machen. Wie man mit Kindern über ihre Werke sprechen kann…. Das und viele Tipps für Eltern folgten. Am Ende hatten  alle dann noch ausreichend Gelegenheit, die verschiedenen Materialien auszuprobieren und sich gute Bücher empfehlen zu lassen. Es war ein gelungener Abend in entspannter Atmosphäre mit regem Austausch und sehr viel Inspiration für einen positiven Umgang mit seinem Kind und dessem kreativen Ausdruck. Ich danke Nicole Rüffle an dieser Stelle sehr für das Näherbringen eines so wichtigen und oft vernachlässigtem Themas in unserem Alltag mit Kindern.

Referentin: Diplom Sozial-Pädagogin & Maltherapeutin Nicole Rüffle

Bilder sind die Sprache der Kinder

Umgang mit ihren Bildern – Wie wir unsere Kinder im Malen positiv bestärken können

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Fortbildung Tropenmedizin

Tropische Medizin wird in Europa immer relevanter. Klimaveränderungen, Globalisierung und Menschen aus fernen Ländern lassen uns tropenmedizinische Erkrankungen zunehmend in Deutschland und Europa sehen.

Vom 30.10. bis 1.11.2015 fand der Refresher-Kurs Tropenmedizin am Bernhard-Nocht-Institut Hamburg statt. Themen waren u.a. die Weltseuchenlage, Neues aus der Malaria-Forschung, Filarien-Infektionen in Deutschland, das Rückfallfieber und die Onchozerkose. Auch über den aktuellen Stand der Ebola-Impfung wurde berichtet sowie über die Verleihung des Nobelpreises an die Entdecker des Ivermectins zur Behandlung der Onchozerkose (sog. “Flussblindheit”). Durch dieses Medikament konnten viele Flusstäler in Afrika wieder besiedelt werden, die vorher aufgrund der nicht vermeidbaren Erkrankung verlassen worden waren.  Auch über die Entdeckung des Artemisia annual (einjähriger Beifuß) zur Behandlung der Malaria wurde berichtet, für die Frau Youyou ebenfalls den Nobelpreis erhalten hat. In Ghana wird Artemisinin seit 2005 als first-line-drug in der Behandlung der Malaria tropica verwendet. Beide Wirkstoffe sind pflanzlicher Natur und letzterer wird in der traditionellen chinesischen Medizin schon lange verwendet. Interessant in diesem Zusammenhang, dass sich eine nur durch Erfahrung  schon lange eingesetzte Substanz mittels modernster Analysen und Herstellungsverfahren als wirksames Medikament in der schulmedizinischen Behandlung herausstellt.

In Europa sind erste Fälle von Rückfallfieber behandelt worden, aufgetreten bei Menschen aus entsprechenden Regionen bzw. Reise-/Fluchtrouten. Die  Leishmaniose (kutane Form, auch sog.”Orientbeule”)) wurde auch bei Menschen, die nie im Ausland waren, gesehen. Man vermutet eine Übertragung durch Wildtiere oder Hunde (v.a.aus Südeuropa).

 

 

Neue Impfempfehlungen

Impfkalender

Vorbereitung zur Impfung
Vorbereitung zur Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat neue Empfehlungen veröffentlicht. Diese betreffen u.a. die Pneumokokken-Impfung im Säuglings- und Kleinkindesalter. So reichen drei statt der bisher vier empfohlenen Impfungen aus.

Für die Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe B gibt es nach wie vor keine generelle Impfempfehlung. Als Indikationsimpfung bei bestimmten Grunderkrankungen kann die Impfung aber erwogen werden.

Reisemedizin

Eine weitere Neuerung betrifft die Gelbfieberimpfung. In mehreren Studien konnte ein lebenslanger Schutz nach einmaliger Impfung nachgewiesen werden. Eine Auffrischimpfung  ist somit nicht mehr erforderlich.